Fujis Haptik-Zauber mit dem XF 23mm f/2 R WR

© FUJIFILM Europe GmbH

Das XF 23mm f/2 R WR ist ein ganz wunderbar, wertiges Objektiv mit einer optisch, erstklassigen Leistung.

Ein Résumé zu Beginn des Artikels kürzt möglicherweise die Notwendigkeit diesen zu lesen nahezu weg. An dieser Stelle diene ich jedoch mit dem Angebot, warum ich argumentativ in der Liga der Superlative gefischt habe … fällt wohl ins Becken der stilistischen Mittel.

Für meine X-T10 war ich auf der Suche nach einer Festbrennweite mit überschaubarer Größe als Standard Linse für das Gros meiner Aufnahmen mit eben der X-T10 – eine gute bis sehr gute, optische Leistung setzte ich voraus. Mit den Pancake Linsen von Canon habe ich immer gute Erfahrungen gemacht, daher entschied ich mich trotz durchwachsener Test-Ergebnisse für das XF 27mm f/2.8.

Erinnerst Du Dich an das wackelige mit Spiel behaftete Zoomobjektiv Deiner alten Kompaktkamera? Ebenso an das ungute Gefühl, es würde bei der kleinsten, ungewollten Begegnung mit einem stumpfen Gegenstand etwas kaputt gehen? Genau diese Erinnerung hatte ich beim Auspacken des Objektives.

Unabhängig von der Abbildungsleistung war ich von der äußerlich wahrzunehmenden Konstruktion schlichtweg enttäuscht. Auch wenn das 27er von der Entwicklung her einige Jahre hinter sich hat, überkam mich bei den ersten Aufnahmen kein gutes Gefühl. Kurzum retournierte ich die Lose-Blatt-Sammlung wieder, ohne mir die Aufnahmen anzusehen.

Nichts für ungut liebe 27mm Nutzer, aber die Wertigkeit war eine andere, die ich dem Objektiv im Vorhinein abverlangt habe. Nach kurzer Überlegung entschied ich mich für das neue 23er mit einer Offenblende von f/2.

Allein das Unboxing war ein Fest für meine Sinne. Die Linse empfängt Dich haptisch mit kühlem Metall, dass souverän in der Hand liegt. Die Nervenzellen Deiner Finger signalisieren Dir im Moment der Berührung bedingungslose Wertigkeit. Der wahrhaftig, geschmeidig laufende Fokusring lädt zum Spiel ein, selbst wenn die Kamera bereits ausgeschaltet ist. Er ist nicht leichtgängig, hat jedoch einen gelungenen Widerstand. Der Blendenring wechselt in Drittel-Schritten unaufgeregt aber mit einer direkten Resonanz. Nachdem der analoge Sensorik-Test vorüber gewesen ist, ging ich zur Hochzeit über.

Die ersten Aufnahmen im jpg-Format haben mich überzeugt. Bereits ohne Umweg über die RAW-Schiene samt Lightroom-Ehrenrunde bekam ich optisch, tolle Aufnahmen.

Auf meiner nächsten Street-Tour verwende ich ausschließlich das o. g. Ensemble. Die daraus entstandenen Aufnehmen gebe ich zeitnahe zum Besten. An der Stelle kann ich dann näher auf das eingehen, was uns im Grunde wirklich am Herzen liegt – das Ergebnis aus dem ganzen Technik-Gerödel.


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